90 PS im Porsche 356 reichen zum Sieg
20.08.2010 15:42
Klackl und Kronberger gewinnen Ennstal Classic 2010
von Michael Behrndt
Der Engländer laborierte noch an den Folgen eines Unfalls, bei dem er im März dieses Jahres in den Fahrstuhlschacht seines Hauses gestürzt war. Der Gesamtsieg ging an Porsche. Sebastian Klackl und Gernot Kronberger gewannen in einem 356 B aus dem Jahr 1963.
Mit 210 Fahrzeugen der Baujahre 1924 bis 1972 ging eine beachtliche Zahl von Oldtimern in den von Helmut Zwickl und Michael Glöckner organisierten Wettbewerb, darunter viele Oldtimer aus Zuffenhausen. Zu den zahlreichen Jubiläen, an die in diesem Jahr erinnert wurde, zählte auch der 40 Jahre zurückliegende Sieg im 24-Stunden-Rennen von Le Mans durch Hans Herrmann und Richard Attwood im legendären Porsche 917.
So nahmen dann auch zahlreiche Fahrzeuge aus dem Museumsbestand der Zuffenhausener die herausfordernde Strecke unter die Räder. Einer 8,5 Kilometer-Bergwertung folgte der 336 Kilometer lange Prolog, der über die Radstädter Tauern, die Nockalm-Straße sowie die Turacher Höhe führte. Zu den Etappen des Marathons über 509 Kilometer gehörten der Sölkpass, Steyr, Bad Aussee, Bad Ischl und die Postalm.
Die Schlussetappe war nur 1,4 Kilometer lang, führte durch Gröbming und wurde als Chopard-Grand-Prix ausgetragen. Bevor die Teilnehmer dieses letzte Teilstück in Angriff nahmen, gehörte die Piste legendären Fahrern und Fahrzeugen. Marco Werner gab einem Auto Union Typ D die Sporen, Gerhard Berger hatte sein Erscheinen an die Bedingung geknüpft, endlich einmal einen Porsche 917/10 Turbo fahren zu können. Derek Bell fuhr einen Porsche 936, Hans Herrmann nahm die Fünf-Runden-Distanz allerdings in einem Borgward 1500RS unter die Räder.
Star dieses Schaulaufens der Meister aber war Sebastian Vettel, der unter den gestrengen Augen von Dr. Wolfgang Porsche und Porsche-Museums-Chef Klaus Bischof am Steuer eines Porsche 804 aus dem Jahr 1962 Platz nahm. Gerade das Zusammentreffen von legendären Rennfahrzeugen und Fahrern begeisterte die Zuschauer.
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