Kjell Gruner neuer Marketing-Chef

03.09.2010 11:20

Sein Vorgänger Gerd Mäuser verlässt Porsche mit sofortiger Wirkung

Kjell Gruner
Kjell Gruner. Foto: Porsche

Porsche hat einen neuen Marketing-Chef. Mit sofortiger Wirkung tritt Kjell Gruner die Nachfolge von Gerd Mäuser an. Zu den Hintergründen machte Porsche selber keine Angaben. Mäuser verlasse das Unternehmen im gegenseitigen Einvernehmen, heißt es in einer Mitteilung. Die Brachenzeitung Automobilwoche vermutet, dass er sich mit dem neuen Vertriebsvorstand Bernd Maier nicht vertragen habe und zudem unter dem ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking selber Ambitionen auf den Posten als Vertriebsvorstand gehabt habe.

Der neue Marketing-Chef Gruner trat erst vor kurzem einen neuen Posten an. Der 43-Jährige hatte Mercedes-Benz verlassen, um zum 1. Juli die Geschäftsführung des „Automotive Institute for Management“ an der European Business School zu übernehmen. Im Daimler-Konzern war er zuletzt als Director Strategy für Mercedes-Benz Cars tätig. Dort kümmerte er sich um Themen wie E-Mobilität und die Kooperation mit Renault/Nissan. Zwischen 1999 und 2004 arbeitete Gruner schon einmal für Porsche im Bereich Marketing und betreute dort verschiedene Projekte, schreibt das Unternehmen. Gruner berichtet direkt an Bernd Maier, den Vorstandsvorsitzenden für Vertrieb und Marketing.

Chemie soll nicht gestimmt haben

Die Chemie zwischen seinem langjährigen Vorgänger Gerd Mäuser und Maier soll nicht gestimmt haben, schreibt die Automobilwoche mit Berufung auf Porsche-interne Quellen. Maier hatte sein neues Amt im April dieses Jahres angetreten. Er folgte auf Klaus Berning. Der 52-jährige Mäuser gelte als Wiedeking-Schützling, schreibt die Automobilwoche, zudem sei er durch sein Auftreten bei der gescheiterten VW-Übernahme durch Porsche beim neuen Porsche-Eigentümer Volkswagen in Ungnade gefallen.

Dass die Nähe zum ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking nicht automatisch ein Nachteil sein muss, zeigt das Beispiel von Michael Macht. Unter Wiedeking war er Vorstand für Produktion und Logistik und galt als dessen rechte Hand. Als Wiedeking im Zuge der gescheiterten VW-Übernahme gehen musste, wurde Macht sein Nachfolger. Nun wechselt  er zum 1. Oktober in den VW-Vorstand und darf dort das Ressort Produktion verantworten.

Bericht in der AutomobilwocheMüller folgt auf Macht als Porsche-Chef

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